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01 Okt 2491

Bugatti Chiron: Das stärkste Auto der Welt

Bugatti Chiron 2017

Der Bugatti Chiron ist der Erbe des 1000 PS starken Veyron, und auch ein Triumph der Ingenieurwissenschaften und einfach der Beste der Besten der Besten ... unter den Fahrzeugen der Gegenwart. Aber für Bugatti ist er mehr als ein Fahrzeug - das Unternehmen erhofft sich damit, hohe Verkaufszahlen (im Verhältnis zu bisherigen Stückzahlen bei Bugatti) zu erreichen. Und das mit einem Auto für den Preis von mehr als 2,4 Mio Euro ...

Wie es sich für einen Erben des Bugatti Veyron so gehört, lässt der Chiron einen mit Daten und Zahlen fast den Kopf verlieren, egal, welcher Aspekt es sein mag - Leistungsstärke, die Beschleunigung bis zu ersten 100 km/h, Anzahl der Zylinder im Motor, und natürlich das absolute Highlight - die Geschwindigkeit bis zu den rekordverdächtigen 420 km/h. Und diese irre Höchstgeschwindigkeit ist nach oben nicht durch die technischen Charakteristika des Autos begrenzt, sondern ... durch die begrenzte Haltbarkeit der Gummis auf den Rädern.

Sein Gewicht scheint erst einmal zu hoch - 1995 Kilo, aber seine Dynamik dabei ist atemberaubend - die Beschleunigung bis zu den ersten 100 km/h gelingt dem Chiron in weniger als 2,5 Sekunden, den Sprung bis auf 200 km/h schafft er in 6,5 Sekunden und bis zu 300 km/h - sind Sie schon ein Auto bei solchen Geschwindigkeiten gefahren?! (das war eine rhetorische Frage..) - in gerade mal 13,6 Sekunden. All dies wird durch die gut durchdachte Aerodynamik und das Monster unter der Haube erreicht.

Dort schlägt ein 8,0-Liter 16-Zylinder W-Motor mit der Leistung von 1500 PS und 1600 Nm Drehmoment, das bereits ab 2000 Umdrehungen verfügbar ist. Der W16 wurde dabei nicht nur modernisiert, sondern stark überarbeitet: Es wurden vier Hochleistungs-Turbokompressoren verbaut, die nicht parallel wie im Veyron, sondern zweistufig arbeiten - bei wenig Umdrehungen “blasen“ zwei Turbos, bei höheren schalten zwei weitere zu. Der Motor hat 32 verbringe für die Benzin-Direkteinspritzung sowie ein verbessertes Kühlsystem, durch das jede Minute 800 Liter Flüssigkeit und 60.000 Liter Luft strömen.

Die enorme Leistung wird durch eine 7-Gang-Automatik auf die Räder übertragen, dabei hat das Getriebe eine der effektivsten in Serien-Fahrzeuge eingebauten Kupplungen überhaupt. Der Chiron hat Allradantrieb, Haldex-Kupplung, elektronische Differenzialsperre und ein aktives Differenzial hinten. Man hat verschiedene Fahrmodi zur Auswahl: Lift, Auto, Autobahn, Handling und Top Speed - und kann damit die Höhe der Luftfederung regeln sowie die Härte der elektrisch gesteuerten Federung, Verstärkung am Lenkrad, das Funktionieren des Allradantries mit der Funktion Easy to Drift, aktive Aerodynamik, Bremse etc. Beim Erreichen von 420 km/h spielen die Bremstrommeln immer noch mit: mit einem Durchmesser von 420 mm vorn und 400 mm hinten, ausgeführt in Siliciumcarbid und Carbon. Dadurch werden sie Rost gegenüber resistenter, leichter und effektiver.

Zusätzliche Hilfe kommt bei der Abbremsung von höheren Geschwindigkeiten durch Luftbremsung - der Spoiler stellt sich vertikal und erhöht damit den Koeffizienten des Strömungswiderstandes von 0,35 auf 0,59.

Das Hauptmaterial bei der Austattung des neuen Chiron ist Kohlefaserstoff. Daraus wurden fast alle Bauteile der Karosserie gefertigt, angefangen mit dem neuen Monocoque, dessen Verwindungssteifigkeit sich auf dem Niveau von Prototypen für Le Mans befindet, bis hin zu Karosserieteilen oder dem Behälter für Airbags.

Der Design des Chiron geht zurück auf die legendäre Vergangenheit der Firma: die zentrale ¨Falte¨ der Karosserie, die sich vom Kühlergrill beginnend zieht und mit einer Flosse endet - diese errinert uns an den Type 57SC Atlantic, das bekannte Werk des Sohns von Ettore Bugatti - Jean. Die sich auf der Seite befindende C-förmige Bugatti-Linie schickt uns zurück zu der Farbenpalette der Fahrzeuge der 30-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Diese Anspielung realisiert auch die zweifarbige Außenlackierung des Autos - 75 % der verkauften Bugatti Veyron wurden auch zweifarbig verkauft.

Extra für den Chiron hat Bugatti zusammen mit seinem alten strategischen Partner Michelin neue Gummis für die Räder entwickelt. Sie überstehen ein Drehmoment von 5000 Nm und die Zentrifugalkraft bis zu 3800 Gramm pro Gramm Gummi. Sogar diese Gummis sind aber nicht fähig, ein langes ¨Rennen¨ mit Geschwindigkeiten über 420 km/h zu überstehen.

Das außergewöhnliche Äußere vom Chiron wird durch die Scheinwerfer abgerundet. Vorn gibt es die kompaktesten LED-Scheinwerfer unter den Serienfahrzeugen - ihre Höhe beträgt nur 90 mm, sowie durchgehende Rückleuchte hinten - genauso wie auf den futuristischen Konzepten des 20. Jahrhunderts. Übrigens - dort hinten am Wagen, das ist kein Kühlergrill, das ist ein Spoiler, der als Luftbremse fungiert und die ganze hintere Partie dominiert. Er hat vier Positionen und funktioniert komplett automatisiert.

Uns ist es nicht bekannt, wie potenzielle Kunden das Platzangebot schätzen - aber der neue Bugatti Chiron ist geräumiger geworden (dank der verlängerten Breite) und man hat mehr Platz über dem Kopf wegen der neuen Form des Monocoque. Der Bogen, der sich durch die ganze Decke im Innenraum zieht, ist kein Dekor-Element, sondern ein Bestandteil des Monocoque sowie der längste Lichtwellenleiter in der Geschichte der Autoindustrie. Die Materialien sind natürlich nur das Feinste vom Feinen: Naturleder, poliertes Aluminium, Alcantara-Leder, Kohlefaserstoff mit einer besonderen Schicht, die die Geräusche reduziert.

Alle Schalter auf der Armaturentafel des Chiron sind Unikate und nicht bei den anderen Fahrzeuge des VW-Konzerns zu finden. Der Analog-Tacho des Chiron (mit der Anzeige bis zu 500 km/h) leuchtet auch dann, wenn kein Zündschlüssel steckt - damit bleibt er immer ein Hingucker für Vorbeilaufende, damit auch sie bestaunen können, wie schnell der Wagen fahren kann. Um den Tacho gruppiert befinden sich drei weitere Displays - zwei TFT und ein IPS, die Informationen anhand der aktuellen Fahrmodi anzeigen. Wenn die Geschwindigkeit höher ist, werden die dargestellten Informationen reduziert - damit der Fahrer das Wesentliche einfacher und mit weniger Ablenkung schneller wahrnehmer kann.

Der Chiron ist nicht nur ein Fahr-Monster, sondern auch ein kompliziertes Elektronik-Gerät mit so vielen Computern, dass die Ingeneure sogar an Elektrosmog gedacht haben - laut offiziellen Infos ist der Schutz vor diesem genauso stark wie bei Militärfahzeugen.

4 Bugatti Chiron 2017

Schlussfolgerung. Außerdem ist der Chiron ein so kompliziertes und schwieriges Konstrukt, dass für ihn ein besonderes Prüfprogramm entwickelt wurde. Zurzeit Zeit durchlaufen 30 Fahrzeuge die Tests und werden auch noch weiterhin getestet, sechs von ihnen werden auf Sicherheitsstandards und Gesetze vieler Zielländer überprüft. 300 Stunden im Windkanal, 50.000 Testfahrtkilometer und 200 Reifensets - das ist das Ergebnis der Vorbereitungen des Serienmodells.

Die Pläne sehen vor, dass insgesamt 500 Exemplare produziert werden - 50 mehr im Vergleich zu Veyron. Jährlich werden 60 Autos produziert, sodass man 8 Jahre Zeit hat, sich den Kauf seines Chiron zu überlegen. Vermutlich wird es in näherer Zukunft noch stärkere Versionen des Bugattis geben, da das Potenzial des Chiron sich (noch) nicht komplett entfalten konnte.

(Fotos: Bugatti Automobiles S.A.S.)

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