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15 Feb 1330

Mit dem Skoda Octavia Kombi in die Berge

Skoda Octavia Combi 4x4 2013
Skoda Octavia 4x4 / Kombi / 2013 / Diesel / Schaltgetriebe / Allrad

Unser Ziel sind die italienischen Alpen, die auch einen der höchsten Punkte in Europa verstecken — den Col de la Bonette mit seiner Höhe von 2714 Metern. Wir sind gut ausgerüstet und sitzen an Bord des Skoda Octavia Combi TDI 4x4 mit seinem 2,0-Liter Diesel-Motor, 150 PS und Schaltgetriebe. Für das Auto sind diese Land- bzw. Bergstraßen mit ihren zahlreichen Kurven, dem Auf und Ab, mit Tunneln und Kleinstädt(ch)en mit engen Straßen eine echte Herausforderung! Noch mehr Adrenalin spritzt ins Blut bei Gegenverkehr (bei den Linkskurven schön den Hals strecken und um die Ecke schauen, ob frei ist), und ja, das Tempolimit muss im Ausland auch noch eingehalten werden - innerorts gelten die üblichen 50 km/h, in Frankreich außerorts 90 oder 110 km/h, in Italien sind nur maximal 90 km/h erlaubt.

Je höher man fährt, desto ungewöhlicher wird es für alle Seiten - bei der Höhe von 2000 Meter bekommt der Diesel die Herzkrankheit und der Zeiger des Geschwindigkeitsmessers geht beim Beschleunigen so langsam hoch, als ob er 1000 Kilo schwerer geworden wäre. Mir geht es auch nicht besonders gut, muss ich ehrlich gestehen. Nach einer geraden Strecke dann scharf rechts abbiegen - kurz und schnell das Lenkrad nach rechts, und der Kombi bleibt in der Spur wie Kaugummi am Schuh kleben. Mit dem Drehmoment in der Kurve selbst Unterstützung leisten, und am Kurvenende das Lenkrad lockerer lassen und gleichzeitig Gas gegeben - den Rest macht die Physik. Bei gerader Strecke kann das Lenkrad einem zu leicht vorkommen, dafür gibt es in der Kurve ausreichend Feedback und erfüllt alle Kommandos momentan, aber ohne überflüssigen Schroffheit, die Karosserie neigt dabei auch nur ein bisschen zur Seite. Auch wenn EDS (Differentialsperre) bei einem der Räder nachlässt, setzt das Fahrzeug dank Allradantrieb die Beschleunigung ohne Probleme fort.

Die kleineren Fehler verzeiht das Chassis einem und man fühlt sich fast wie ein Profi. Die Bremse sind auch ausgezeichnet - stark, informativ und ziemlich fehlerfrei! Je höher man kommt, desto mehr verliert der flinke Kombi aber seine besten Eigenschaften. Allerdings: auch bei Höhen von ca. 2000 Meter und mehr zieht der Motor noch gut in jedem Gang. Der Start fällt nur schwer. Und ja, dem relativ großen Kombi mangelt es einfach an Platz auf den engen alpinen Straßen. Aber auch in dieser Tugend verbraucht der Kombi weniger als 10 Liter (8,2 Liter um genauer zu sein) pro 100 km.

Die Federung lässt den Wagen auf den Asphalt-Wellen nicht wackeln und schaukeln und wird nur schlechter bei scharfkantigen Schlaglöchern. Aber je schneller der Wagen fährt, desto besser funktioniert die Federung und meistert die Unebenheiten. Ergonomisch gesehen ist das Fahrzeug fast ideal — nach dem ganzen Tag auf den Sitzen bekommt man keine Rückenschmerzen, die Knöpfe sind perfekt und gut zugänglich plaziert. Das Interieur ist dasselbe wie bei der Fließheck-Limousine und hat alle Eigenschaften eines Büros - zurückhaltend, gut verarbeitet, kühl. Dort sind die verschiedenen Plastiksorten - weich und hart - in idealer Proportion zusammengesetzt. Gut, aber auch seelenlos und ohne die gewisse Portion Individualität.

Bei jedem Kombi ist der Kofferraum eine besondere Geschichte — hier ist er riesengroß mit fast 610 Liter. Der mittelgroße Koffer und eine Tasche mit dem ganzen Gepäck für zwei Personen gehen dort fast verloren. Ja, ein Schrank von Ikea wäre dort gut aufgehoben - vor allem sogar schon in fertig zusammengebautem Zustand! Das Platzangebot steigt bis zu 1718 Liter, wenn die hinteren Sitze zusammengeklappt sind - das ist auf jeden Fall ein Rekord in diesem Segment. Ein weiterer Vorteil dieses Kofferraums in diesem Allrad-Kombi ist, dass hinten die Sachen nicht heiß werden (wir hatten Käse in der Tasche) - also ein Haustier wird sich dort wohlfühlen.

Dieser Diesel-Kombi mit Vierradantrieb ist ein Traum für Vielreisende - egal, ob in den Urlaub in die Berge oder an die Meeresküste. Ein ganz großer Kofferraum, der nicht nur ausreichend Platz für das Gepäck für die ganze Familie bietet, sondern auch ein angenehmes Ambiente für das Haustier, das mit auf die Reise geht! Ein weiterer Vorteil ist der relativ geringe Verbrauch. Die Beschleunigung ist auch OK - ca. 9 Sekunden bis 100 km/h. Das Einzige, was bei solchen Ausflügen stören kann, ist die Größe des Skodas - 4659 x 1814 x 1463 (Länge, Breite, Höhe in mm).

Das Neufahrzeug wurde hierzulande ab ca. 28.000 Euro angeboten. Außerdem punktete der Skoda Octavia beim Euro NCAP Test von 2013 mit 5 Sternen im Aspekt Sicherheit - 93 % für den Fahrer, 86 % für die Sicherheit des Kindes, 66 % Sicherheit für den Fußgänger und 66 % für die Austattung mit Sicherheitssystemen. Also rundum eine sichere Wahl für den Vielfahrer. Eine weitere Möglichkeit für diejenige, die mehr Emotionen beim Fahren bekommen möchten, ist der Skoda Octavia Combi RS mit Vordarradantrieb. Im Prinzip bietet dieses Modell auch alle Vorteile eines Skoda Octavia Combi (Kofferraum ein bisschen kleiner - 588 bis 1718 Liter - und wird auch schneller wärmer), aber er hat dafür auch richtig Charakter und kann einem eine Menge Spaß beim Fahren liefern. Bei diesem Modell gelingt die Beschleunigung auf 100 km/h in 7,1 Sekunden, und er nimmt die Kurven flinker und ist pures Vergnügen auf der Autobahn. Bei Ausflügen sollte man sich darauf einlassen, dass er keinen Allradantrieb hat. Der Preis ist allerdings höher und fängt ca. Bei 31.000 Euro an.

 4. Skoda Octavia Combi 4x4 2013

Fazit: Der Skoda Octavia Combi - egal in welcher Ausführung — ist ein geräumiger, zuverlässiger Freund, der einen auch gerne bei Ausflügen mit der ganzen Familie begleitet und doch bei seiner Größe und großem Kofferraum recht sparsam bleibt. Außerdem konnte er gute Ergebnisse im Aspekt Sicherheit bringen. Sein Fahrverhalten auch auf engen Straßen, die steil hoch und runter gehen, ist ruhig und überzeugend, er nimmt die Kurven sehr präzise und lässt sich gut lenken. Seine Bremsen und Federung sind ebenso angenehm. Dem Auto fehlt unserer Meinung nach nur ein Hauch eigener, ausgeprägterer Identität, damit er nicht nur als ¨gutes, sicheres, zuverlässiges¨ Auto daherkommt, sondern als ein Modell, in das man sich verliebt und auch trotz der kleinen Nachteile sich ungern nur trennen wird.

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