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08 Jan 1389

Ola, Ford Fiesta, como estas?

Ford Fiesta, Schräghecklimousine, 2014
Ford Fiesta / Schräghecklimousine / 2014 / Benzin / Automatik

Wer hätte das gedacht, dass ein erstmalig bereits im fernen Jahr 1976 in den USA produziertes kleines Modell die Welt erobern wird? Und die weltweite Expansion - die mit seiner andauernden großen Beliebtheit verbunden ist - dauert schon fast 40 Jahre! Übrigens, der Name ist spanisch.

Das Geheimnis steckt hinter der Größe des Autos: Der Ford Fiesta ist ein echter Kleinwagen, der beim Hersteller damals in seiner Fahrzeugauswahlpalette fehlte. Und je schneller sich sich die moderne Welt entwickelte und voller wurde mit steigenden Benzinpreisen, desto aktueller wurde das Modell: klein, aber fein, ideal für die Stadt und als Zweitwagen in der Familie. Die moderne Zielgruppe des Autoherstellers transportiert damit am Wochenende Blumentöpfe und auseinander gebaute Regale und Hocker von IKEA, kauft groß am Sonnabend bei Kaufland, Globus und Co. ein, und über die Woche bringt sie damit die Kinder zur Schule (zum Kindergarten, in die Musikschule usw.). Und, egal wie das Auto 2014 aussieht - geschmückt inzwischen mit einem Kühlergrill à la Aston Martin, kombiniert mit kompakter Größe und geradlinigem Fließheck - man ist damit zufrieden!

Oder sogar rundum glücklich. Weil man doch auch vielleicht anders ist als die Besitzer von hunderten Skodas, VW Polos oder kleinen Kias. Eine Alternative zu haben ist immer gut, vor allem wenn diese Alternative der Ford Fiesta ist, denn sie bietet auch eine reichliche Austattung für einen ausgewogenen Preis. Es gibt noch eine Eigenschaft, die dieses Fahrzeug in seinem Segment heraushebt: Bei der Entwicklung und Produktion wurde nicht an jeder Ecke gespart, und das lässt sich leicht merken.

Fahrbericht. Dieser Kleinwagen ist immer noch ein recht kleiner Wagen, deswegen sollte man von dem Innenraum keinen Wunder erwarten. Die Linienführung und Formen sind modern und geschwungen, aber ergonomisch gesehen gibt es ein paar Nachteile. Das Fahrzeug ist kaum für Menschen mit überdurchschnittlicher Größe geeignet - zu wenig Platz hinter dem Lenkrad, der Sitz kommt einem gleichsam winzig vor. Vom Gefühl her kommt auch die Distanz zwischen Fahrersitz und Beifahrersitz sehr klein vor, z.B. geringer als bei den koreanischen Konkurrenten in der gleichen Klasse. Andererseits ist das Lenkrad vielseitig einstellbar, genauso wie der Fahrersitz. Die Außenspiegel sind klein, hieran muss man sich erst einmal gewöhnen. Hinten gibt es ein normales Platzangebot in diesem Segment, aber nur, wenn der Fahrer nicht zu groß ist. Sonst wird es eng.

Der Klang der Audioanlage von Sony ist OK, aber schwer zu verstehen ist diese große glänzende glatte Oberfläche mit Knöpfen darauf - die sieht nicht schön aus und ist auch unpraktische wegen der Fingerabdrücke. Aber alles lässt sich einwandfrei ein- und ausschalten. Ein Witz sind auch Becherhalter - ja, sie sind vorhanden, aber winzig klein - eine Thermo-Tasse hat zum Beispiel nicht reingepasst.

Da man bei diesem Modell die Harmonie einer Fließhecksilhouette anscheinend nicht verderben wollte, beträgt die Kapazität des Kofferraums nur schmale 276 Liter. Vom erstem Anblick lässt sich nichts Negatives sagen, aber ein Wow-Effekt entsteht auch nicht. So lange man nicht vom Parkplatz fährt. Danach hat man eine ganz andere Meinung. Übrigens, unter der Haube des winzigen Wagens schlägt ein 1,6-Liter EcoBoost mit 134 kW/182 PS und 6-Gang-Automatikgetriebe PowerShift (außerorts ca. 5 Liter pro 100 km, innerorts rund 8 Liter pro 100 km) und ist damit die Top-Version der Reihe. Die ersten Eindrücke beim fahren: Eine einfache Fließheck-Limousine für die Stadt kann doch eigentlich nicht SO bremsen und SO wendig sein! Die Fahreigenschaften sind ein dicker Vorteil dieses Fahrzeuges, das im Prinzip eher für die stressfreie Einkaufsrunde am Sonnabend gedacht ist. Und wie dieses Fahrzeug der Drehung des Lenkrads folgt ... wie ein Lied, wie eine unendliche schöne Melodie! Man hat gleich Lust auf eine Herausforderung - auf engen Straßen, zahlreichen Kurven - wie in den schönsten Orten beim Italienurlaub. Mehr Kurven, I can get enough!

Das Lenkrad ist so informativ, das würde 10 Punkte von einer 10-Punkte-Skala bekommen. Das 1.115 Kilo leichte Fahrzeug ist so unglaublich artig, so richtig angepasst, dass es in das Lehrbuch für die Autoingenieure eingetragen werden sollte. Alle Reaktionen des Fiesta lassen sich intuitiv fühlen und verstehen, man muss sich nicht an das Auto gewöhnen, man setzt sich hin und fährt einfach. Auch gerne ein bisschen schneller. Wenn man das Lenkrad beschreiben sollte, könnte man das Wort chirurgisch-präzise dazu sicherlich verwenden. Die Federung ist auch ausgewogen.

Ein weiterer Bonus dieses Autos ist seine Bremsanlage. Sie ist sehr nah zum Ideal. Das Bremsen gelingt einfach und berechenbar, das Auto neigt dabei nicht zum Ausbrechen. Diese Vorteile machen das Auto fast zu einem Spielzeug, man hat einfach Spaß beim Fahren. Und der Verbrauch ist für seine Stärke vollkommen angemessen, man geht nicht pleite an der Tankstelle. All die bisher genannten Vorteile machen das Fahrzeug auch zu einer naheliegenden Wahl für Fahranfänger - die Abmaße sind überschaubar, das Fahrzeug lenkt sich praktisch von allein, der Sicherheit tun die hervorragenden bremsen Genüge - keine schlechten Voraussetzungen für jemanden kurz nach bestandener Fahrprüfung.

4. Ford Fiesta Schräghecklimousine 2014

Fazit: Es bleibt immer noch ein Geheimnis, wieso dieses Auto gerade so konstruiert wurde - denn in diesem Segment kauft man ein Auto wegen die Kapazität des Kofferraums und der beheizbaren Sitze. Wurde schon erwähnt, dass dieses Auto ein Wahnsinn ist? Ok, ok, Sie haben es schon längst verstanden. Also, dieses Auto hat irgendwie ein eigenartiges Design. Entweder wird das die echten Aston-Martin-Fans beleidigen, oder sie wissen nicht, wer eigentlich dieser Herr sein soll und finden, dass das Auto gar nicht so übel aussieht, es versprüht sogar einen Hauch von Adel. Dieses Auto ist ein ideales Auto für die Stadt, kann aber einen auch auf langen Strecken überzeugen. Der Ford Fiesta macht einfach Spaß beim Fahren, man genießt den Prozess. Die Marke, die Fahrtauglichkeit und das im Prinzip attraktive Äußere erwecken Vertrauen und positive Emotionen. Es ist ein interessantes Fahrzeug in seinem Segment.

(Foto: Ford-Werke GmbH)

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