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01 Jan 2803

Top-Version “topless”: Testdrive Opel Cascada

Opel Cascada, Cabriolet, 2013
Opel Cascada / Cabriolet / 2013 / Benzin / Schaltgetriebe

Eines der coolsten Modelle der Marke - die in der öffentlichen Wahrnehmung inzwischen nicht mehr als cool gilt - ist das klassische Cabriolet Opel Cascada - quasi ein Modell, das es nur ohne Dach gibt - was recht ungewöhnlich ist. Normalerweise sind die meisten Cabrios nur eine Version von einem ¨normalen¨ Modell, so eine Art dachlose Alternative für Liebhaber von enorm viel frischer Luft beim Fahren. Das Segment der dachlosen Modelle ist sehr spezifisch - vieles kommt auf Geschmack und praktischen Nutzen an, deswegen riskieren Autohersteller nur selten soviel und erschaffen ein reines Cabrio, ohne auf ein erforschtes und bewährtes geschlossenes Modell aufzubauen. Dies kann einem schon recht logisch vorkommen: Cabrios haben schon ein paar ¨Schwächen¨ mehr, das scheint in ihrer Natur zu liegen. Das sind üblicherweise z.B. der saisonbedingte Fahrspaß, Staub im Innenraum, tropfendes Dach, Platzmangel im Innen- und Kofferraum - ganz zu schweigen von Sicherheit beim Überrollen. Außerdem braucht ein Stoffdach nun mal mehr Pflege, als eins aus Metall - imprägnierende Mittel, putzen usw. Es kann sich überraschenderweise aber auch erweisen, dass es sehr gelungene Modelle gibt, bei den man sich das meiste von diesem Ärger spart. Oder diesen fast vermeiden kann. Wie beim Opel Cascada, zum Beispiel.

“Nr. 1”, das “Top-Modell”, so von Opel genannt, wie kann das sein? Es gibt doch einen größeren Insignia, sogar mit 3 Karosserie-Variationen. Nicht (nur) der hohe Preis macht den Cascada zum Favoriten der einheimischen Automarke, sondern seine Eigenschaften, die sich sogar schon bei einer ersten Bekanntschaft deutlich machen. Ja, er teilt die gleiche Plattform mit dem Fließheck-Astra, der zur Golf-Klasse zugeordnet werden kann. Aber seine Karosserie ist unikal - sie wurde extra für ihn entwickelt. Sie ist genauso funktional wie stilvoll. Das alleine bringt den Cascada noch ein paar Schritte weiter weg von der Reihe der Modelle der Golf-Klasse. Also, der Opel Cascada ist keine Cabrio-Version vom Opel Astra, wie es einem auch erst mal vorkommen mag!

Der Opel Cascada macht die schwachen Stellen eines Cabrios zu seinen Stärken. Interessanterweise ist es bei vielen Modellen so: wenn das Dach nicht zusammengeklappt ist, können sie eher unharmonisch wirken, oder mindestens nicht so attraktiv, als wenn das Dach geschlossen (und versenkt) ist. Ab und zu wirkt ein Dach bei einem Cabriolet wie ein Regenschirm - nur falls es regnet nötig, sonst brauche ich den nicht - was natürlich entsprechend absurd bei einem AUTO ist. Beim Cascada ist die ¨Dachgeschichte¨ eine ganz andere Geschichte. Mit dem Dach drüber sieht das Auto cool aus und das Dach ist kein Regenschirm, sondern ein hochwertiges Accessoire. Alles stimmt - die Form, die Stoffstruktur, der Dachaufbau. Genauso hochwertig und solide wirkt es auch von innen. Wenn man drin ist, kann man kaum glauben, dass man über dem Kopf eigentlich nur eine ¨Kapuze¨ aus Stoff hat und kein richtiges Dach. Außerdem hilft es nicht nur gegen den Wind und Regen, sondern auch gegen Lärm von Außen. Egal, was es ist - Regentropfen, entgegenkommende Autos, starker Wind oder andere Geräusche, das Dach erledigt perfekt seine Aufgabe. Und wenn man da ganz empfindlich ist, kann man die dreischichtige Ausführung des Daches bestellen. Die zusätzliche innere Schicht verbessert die Wärme- und Geräuscheisolation.

Das Dach braucht nur ein Minimum an Zeit und Anstrengung, um sich zu verwandeln: In 17 Sekunden geht es auf, in 19 Sekunden packt es zusammen - und das Ganze gelingt einfach per Knopfdruck. Dafür braucht man noch nicht einmal das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen - es funktioniert bei Geschwindigkeiten bis 50 km/h. Dabei entstehen keine zusätzliche Geräusche, das Dach wackelt auch nicht - auch wenn das von der Seite einem ganz anders vorkommen mag. Beim Aufmachen wirkt das Dach wie ein Drache, der aus dem Kofferraum herauskriecht und sich dann über den Innenraum erstreckt und die Insassen verschlingt. Erst beim Anschließen an die Windschutzscheibe beruhigt sich das Ungeheuer. Wenn man aber am Lenkrad sitzt, empfindet man das natürlich ganz anders - ohne gruseligen Details. Übrigens: Der Vorgänger des Cascada war der Opel Astra Twintop mit harter Dachausführung aus Metall, was sich nicht als besonders praktisch erwies: zu schwer, nahm zu viel Platz zusammengeklappt ein, und nach einer Weile fing es an zu tropfen an den Stoßfugen. Deswegen hatte sich der Opel für den Nachfolger für ein Stoffdach entschieden. Sehr praktisch ist nicht nur die Dachbedienung per Knopfdruck, sondern auch der Knopf fürs Runterfahren aller seitlicher Fensterscheiben - es beschleunigt den Prozess bis hin zum Sommerfeeling.

Ganz eindeutig ist, dass dieses Cabrio ein Viersitzer ist. Auch wenn das Dach da ist, kann man trotzdem in die hintere Sitzreihe kriechen. Der fünfte Passagier hat Pech, denn ob man nun wirklich auf der hartem Plastik sitzen möchte? Die hintere Sitzreihe kann man außerdem zusammenklappen (der Knopf dafür befindet sich im Kofferraum), obwohl es dazwischen nun trotzdem ein Fach für das Stoffdach gibt. Je nach der Einstellung der Sitze gibt es verschiedenes Kofferraumvolumen: 280 Liter, 380 Liter, 750 Liter. Praktisches Cabrio, so könnte auch der Cascada auch genannt werden!

Unter der Haube werkelt ein Top-Motor, ein 1,6-Liter großer Benziner SIDI mit 200 PS, 280 Nm und Overboost-Option für rasche Beschleunigung. Also: 5 Sekunden lang kann man sogar ein Drehmoment von 300 Nm genießen. Egal, mit Overboost oder ohne - die Beschleunigung ist atemberaubend. Diese kann man leider nicht so richtig pur wegen des hohen Komforts des Fahrzeuges genießen - z.B ist das Lenkrad extrem präzise, aber nicht sportlich-knackig, die Bremse ist effektiv, aber trotzdem nicht rau und funktioniert ¨ohne Funkenflug¨. Sportliche Schärfe beim Flaggschiff von Opel zu erwarten, wäre auch zu naiv gewesen. Übrigens, die Beschleunigung bis zu den ersten 100 km/h dauert 9,2 Sekunden. Außer dem 1,6 SIDI des Testwagens gibt es zur Motorenauswahl noch zwei andere Benziner - Ecotec 1,4 Turbo (mit 120 PS und 200 Nm oder mit 140 PS und 220 Nm), und zwei Diesel - auch Ecotec, 2,0 CDTI mit 165 PS und 350 Nm und 2,0 BiTurbo mit 195 PS und 400 Nm.

Nach dem Einsteigen entsteht im “Zelt” ein angenehmes Gefühl: hochwertige Materialien mit angenehmer Haptik, große Auswahl an Optionen und Zubehör, logische Bedienung überall. Das Fahrgefühl kann man der Einstellung mit dem Modus “Tour” oder “Sport” beeinflussen - bei “Sport” arbeitet die Federung natürlich härter. Der Cascada hat übrigens einen interessanten Trick drauf - bei leichtem Regen und bei schnellen Geschwindigkeiten erreichen die Regentropfen nicht den Innenraum, auch wenn das Dach zusammengeklappt ist. Dies hat etwas mit der Aerodynamik des Autos zu tun. Auch quietscht der Innenraum an keiner Stelle, auch mit aufgespanntem Dach und bei schnellen Geschwindigkeiten. Das Dach bleibt stabil und verwindungssteif während der Fahrt.

4 Opel Cascada Cabriolet 2013

Fazit: Ein interessantes Fahrzeug, das auch viele Stereotype und Vorurteile erweichen kann - egal ob beim Platzangebot oder der nur saisonal sinnvollen Benutzung. Den Opel Cascada kann man wirklich bei jedem Wetter fahren, und er hat neben dem schönen stilvollen Äußerem viele weitere Vorteile wie den funktionalen Innenraum und das Platzangebot für zwei ausgewachsene Personen hinten. Er ist genauso gut für schnelle Fahrten geeignet wie auch fürs Spaziergang-Tempo beim Cruisen in der Stadt.

(Foto: Opel AG)

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