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17 Nov 2043

Toyota Auris: 2. Generation

Toyota Auris Limousine 2013
Toyota Auris / Limousine / 2013 / 1,6l / Benzin / Automatik

Die Kompaktklasse Auris des japanischen Autoherstellers Toyota hat seit 2007 eine große Beliebtheit dank hoher Sicherheit, freundlichem Auftritt und umfangreicher Serienausstattung genossen - und das 5 Jahre lang, bis die Produktion der ersten Generation eingestellt wurde. Rundlich und ruhig - so erinnern wir uns an ihn.

In der Zeit ist inzwischen schon die neue Generation gewachsen - oder der alte Auris ging in die Muckibude und hat eine strenge Diät und viel Sport gemacht. Neue Zeiten, neue Moden. Jetzt sieht er anders aus und wirkt auf einen auch ganz anders. Das Auto kommt jetzt einen nicht mehr ausgewogen vor, sondern zurückhaltend dynamisch. Er ist kein Sportler, aber auch keine gutmutig wirkende Schildkröte. Sein Auftritt ist harmonisch durchdacht - die Schulterlinie wird irgendwo im Kühlergrill geboren, zieht sich hoch und wieder runter bis zur Rückleuchte und mischt sich mit ihrer Schwester von der anderer Seite im Heck, bis sie eins werden. Die Scheinwerfer haben einen aggressiveren, geschlitzten Schnitt erhalten und grenzen jetzt ganz ohne jeglichen Abstand an die Kühleröffnungen. Dadurch wirkt die vordere Partie insgesamt dynamischer. Bemerkenswert sind auch die zahlreichen Chromeinsätze, die gleich an den Auftritt vieler Subaru-Modelle erinnern könnten.

Die hintere Partie ist ebenso interessant geworden. Die Rückleuchten sind hoch gesetzt und in die Länge gezogen, insgesamt streben alle Linien nach oben - das verleiht dem Wagen einen frechen Look von hinten. Die Stoßfänger haben schwarze Akzente erhalten, die Nebelscheinwerfer stehen bei der gesamten Optik eher im Hintergrund. Alle modernen Assistenten und schlauen Systeme sind am Bord, unter anderem ABS, ESP, Multifunktionslenkrad, Klimaautomatik, sieben Airbags, elektrische Fensterheber, Rückfahrkamera, Bluetooth, Bordcomputer etc. Das stärkste Modell hat einen 1,6-Liter-Ottomotor mit 132 PS. Sonst gibt es verschiedene Motorisierungsmöglichkeiten je nach Wunsch und Ausstattung, darunter sind 2 Ottomotoren, 2 Diesel und 1 Hybridmotor. Für einen Aufpreis gibt es verschieden Möglichkeiten für Zubehör und Multimedia. Eine interessante Option ist “Keyless Go” oder einfacher gesagt: der schlüssellose Zugang. So hat man einfach den Schlüssel in der Hosentasche und am Türgriff einen Taster, womit man die Tür zuschließen und aufschließen kann.

Der Blick von Innen macht deutlich, dass der Newcomer sich radikal verändert hat. Die Armaturentafel war vorher in die Mittelkonsole übergangen, jetzt sieht sie wie ein Torpedo aus und wirkt eher sportlich. Diesen Eindruck verstärkt ein rundes Ventilationssystem à la Alfa Romeo. Auf den oben genannten Charakter deutet auch das dreispeichige Multifunktionslenkrad mit Ledereinsätzen und Schaltwippen, die für eine dynamische Fahrt bestens geeignet sind. Die Anzeigen sind blau beleuchtet und eher einfach, lakonisch - aber sie sind gut ablesbar bei Tag und Nacht. Pure Geschmackssache ist die Uhr in den Armaturen, die an einen mindestens 15 Jahre alten Wecker erinnert. Und ja, ich hasse Wecker, deswegen irritiert mich diese Uhr. Je nach der Ausstattung ist die Armaturentafel in Lederoptik oder Karbonoptik ausgeführt, mir gefällt die letztere, im Testwagen verbaute Variante.

Der Sitzbezug stellt eine Kombination aus Kunstleder und Stoff dar. Ich habe eine normale Größe und finde die Sitze recht bequem, jedoch wirkt die Rückenlehne nicht ganz ideal. Vielleicht wird größeren Fahrern die Tiefe der Sitze nicht ausreichend sein, dazu kommt, dass man das Lenkrad nicht einstellen kann. Die hintere Sitzreihe bietet kein großes Platzangebot - auch im Segment des Auris wird hier wenig geboten. Durch die hoch gezogene Schulterlinie sitzt man sicher und im Vergleich zum Vorgänger 4 cm tiefer. Aber mehr Kopffreiheit ist dadurch nicht entstanden - die Dachlinie wurde ebenso tiefer gelegt.

Das Volumen des Kofferraums ist mit seinen 360 Liter nicht besonders überzeugend, die Rücklehnen sind klappbar. Positiv ist, dass die Linie des Kofferraums beim Beladen recht hoch ist - das macht ihn bequemer zugänglich. Ein weiteres Plus ist eine Steckdose im Kofferraum sowie unter der Bodenabdeckung befindliches Ersatzrad. Ergonomisch gesehen ist das Fahrzeug gut gelungen, alles ist logisch platziert und leicht zugänglich.

Die Sicht ist aber nicht die beste. Nach vorn geht noch, aber der Blick nach hinten ist nicht besonders informativ - lieber mit Blick in den Spiegel und die Rückkamera noch mal absichern. Diese Funktion meistern aber beide hervorragend. Wenn man rückwärts fährt, wird die Sicht auf das große zentrale Display übertragen und der Parkassisstent kümmert sich um den Rest - man sollte sich nur mit Schaltgetriebe und Pedalerie in diesem Moment beschäftigen. Menschen, die schon vorher Probleme mit Rückwärtsparken hatten, werden jetzt komplett vergessen, wie es geht.

Der 1,6-Liter Motor mit 132 PS hat sich als recht flink erwiesen - er ist keine Rakete, aber in der Stadt ist man keine Nervensäge. Das automatische Schaltgetriebe ist gut angepasst, mehr Temperament erlebt man im Sport-Modus. Der Verbauch bei ca. 110-120 km/h liegt außerorts bei 6,7 Liter und im Stadtverkehr bei ca. 7,8 bis 8,5 Liter bei normalen Fahrstil. Im Prinzip ist die Automatik so gut einstellt, sodass man von den Schaltwippen kaum Gebrauch machen muss.

Was die Steuerung angeht, bereitet die Toyota Auris 2. Generation keine Überraschungen im Vergleich zum Vorgänger vor. Radikal in dieser Hinsicht hat der Auris sich nicht geändert. Die Federung ist komfortabel und kommt auch mit schlechten Straßenverhältnissen zurecht. Die Lenkung ist knackiger geworden, das Fahrwerk härter. Die Lenkung ist zwar verständlich und sicher, allerdings ohne den letzten Funken. Es fehlt immer mal an Information vom Lenkrad, man gewöhnt sich aber daran. Sport ist nicht gerade das Highlight des Fahrzeugs. Das Fahrverhalten kann als stabil bezeichnet werden, ohne launischen Reaktion auf die Veränderung der Straßenverhältnisse. Gute Schalldämmung und Audiosystem mit AUX und USB gibt es als positive Dreingabe im Auris.

Toyota Auris Limousine 2013 End

Fazit: Das Fahrzeug wirkt insgesamt ruhig, verständlich und attraktiv, im Vergleich zum Vorgänger spannender und sportlicher. Mit dem Preis von 18 bis 26.000 Euro je nach der Ausstattung ist er leider ein bisschen teurer als seine Mitbewerber. Dafür gibt es aber eine recht gute auch serienmäßige Ausstattung.

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