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01 Feb 1428

VW Tiguan von 2008: symphatisch bieder

Volkswagen Tiguan 2.0 TDI 2008
Volkswagen Tiguan 2.0 TDI / SUV / 2008 / Diesel / Automatik

Bereits seit 2007 gibt es ihn schon - den guten alten kleinen SUV für das Volk - den VW Tiguan. Der kleinere Bruder vom Tuareg genießt die letzten Jahre allerdings große Beliebtheit - nur Golf und Polo waren 2014 besser verkauft. Interessant ist, dass seine Popularität mit den Jahren zunimmt - die steigende Tendenz auf den SUV-Markt hat VW anscheinend zum richtigen Zeitpunkt entdeckt - und sein Design ist eher zeitlos geschnitten, man könnte 2016 aber auch “bieder” sagen. Er wirkt ruhig, hat keine gewollte (und nicht gekonnte) Aggressivität in seinem Erscheinen und ist sofort als Volkswagen-Familienmitglied erkennbar. Bis auf die quadratischen Radkasten wirkt er in seiner Form harmonisch (bieder) und ist sowohl für die Stadt, als auch für abenteuerliche Ausflüge gut geeignet.

Man sieht ihn auch unser Tage recht häufig auf den Straßen, er ist immer noch kein Bestseller, aber er kämpft sich gut durch und vielleicht noch etwas nach vorn. Und eigentlich ist er auch multisozial in seinem Profil - er spricht verschiedene Zielgruppen an: Frauen, Jugendliche, Familien und auch ältere Menschen. Der VW Tiguan erweckt nicht viele Emotionen, aber wirkt auch nicht irritierend. Das kann sein Vorteil und Nachteil sein, denn der emotionale Aspekt ist für viele sehr wichtig.

Der Innenraum erweckt einen ähnlichen Eindruck - gute Verarbeitung, intuitive Anordnung der Elemente, kein Kitsch oder (zu) mutige gestalterische Details. Technisch gesehen ist er durchaus veraltet - kein Touchscreen, keine Raumschiff-Anzeige oder futuristische Konsole, andererseits: nicht jeder möchte sich in ein Raumschiff setzen und sich durch den ganzen High-Tech durchfuchsen, Hauptsache hier beim Tiguan: die notwendigen Informationen sind gut dargestellt und einfach lesbar.

Beim ersten Blick kann es einem vorkommen, dass die vordere Sitze nicht ausreichend seitlich stürzen können - in Wirklichkeit fixieren sie den Körper sehr gut - und passt es nicht sofort, hat man viele Einstellmöglichkeiten. Hinten ist ausreichend Platz, mal abgesehen von der großen Knie- und Kopffreiheit kann man sogar mal was trinken oder speisen. Eine Steckdose, zwei Belüftungen und sechs Flaschenhalter stehen den Passagieren im Fond zur Verfügung. Man sitzt hoch wie in einem richtigen Geländewagen. Merkwürdig sind die ¨abgeschnittenen¨ Außenspiegel und der wacklige Innenspiegel.

Man hat den Eindruck, dass das Auto gar nicht so schlecht als Familienauto zu benutzen wäre. Dieses Statement wird auch durch den geräumigen Kofferraum bestätigt - er ist zwar kleiner als beim Toyota RAV4 und Honda CR-V, aber groß - bis 1510 Liter - für Fahrzeuge bis zu einer Länge vom 4,5 Meter. Mit diesen kompakten Maßen kann das Fahrzeug nicht nur für Stadtverhältnisse überzeugend sein (in die übliche Parklücke passt man immer gut rein), sondern auch bei abenteuerlichen Ausflügen auf schlechteren Straßen (es müssen trotzdem ¨Straßen¨ sein!) - die Federung ist nicht unbedingt sehr delikat, aber man kann durch die größere Bodenfreiheit die meisten Hindernisse gut meistern. Die gute Steuerbarkeit ist ein weiteres Vorteil dieses Modells - der Fahrer bekommt adäquate Informationen und muss mit entsprechender Kraft rangehen.

In unserem Falle lässt der 2,0 Liter TDI mit 140 PS einen auch nicht langweilen - die Überholdynamik ist gut, bergauf fährt der Wagen mit Leichtigkeit. Der Allradantrieb ist permanent, aber läuft bei normalen Straßen- und Verkehrsverhältnissen zum überwiegenden Teil über die Vorderräder - das kann als Vor- oder Nachteil angesehen werden, je nach Temperament des Fahrers. Uns hat es im Zusammenspiel mit dem sehr gleichmäßig eingestellten Fahrwerk dann trotzdem gefallen. Für Bewohner der Berge kann sich der Modus “Off Road” als empfehlenswert erweisen, der in der Version ¨Track & Field¨ erhältlich ist (die anderen Ausstattungsvarianten heißen Trend & Fun” bzw. “Sport & Style). Die elektrische Handbremse ist eine Gewöhnungssache - eine elektrische Autoholdfunktion, um genau zu sein, ersetzt eben die gewöhnliche Handbremse. Das Fahrzeug wurde bei EuroNCAP Crashtests 2007 mit 5 Sternen eingestuft, danach wurde auch die amerikanische Methodik IIHS für die Sicherheit überprüft - die Ergebnisse waren ziemlich ähnlich, beim Zusammenprall kann es zu Knie- und Oberschenkelverletzungen kommen.

Der Tiguan hat in seiner Herstellungszeit sechs Motoren bekommen, davon zwei Dieselmotoren - als TDI seit 2008 mit dem Zweiliter-Aggregat mit 140 PS im Falle unseres Testwagens, eine weitere Variante kommt mit 110 PS. Seit 2010 funktionieren diese Dieselmotoren nach dem Common-Rail-Prinzip. Auch der schwächere Motor soll einen guten Durchzug haben, unserer hatte ihn auf jeden Fall. Während der 110-PS-Diesel den Tiguan auf maximal 174 km/h bringt, ist bei unserem Testwagen mit 140 PS bei 184 km/h laut Hersteller Schluss - eine durchaus realistische Angabe. Vom Verbrauch nehmen beide Motoren sich nicht viel - laut Hersteller verbraucht der Tiguan mit 110 PS 7,2 Liter auf hundert Kilometer, während unserer Tiguan mit 7,5 Litern nur unwesentlich darüber liegt. Unser nicht repräsentativer Test lässt vermuten, dass bei ruhiger Fahrweise und guten Straßen dieser Wert signifikant unterboten wird. Damit liegt der Tiguan in der Dieselmotorisierung auch heute noch sehr gut im Mittelfeld.

4. VW Tiguan 2008

Fazit: Das Fahrzeug hat eine kompakte Größe, ist aber gut für durchschnittliche Familien geeignet und kann sogar nicht allzu schlechte Feldwege meistern. Der Wagen hat eine gute Dynamik und ist gut zu steuern. Man hat insgesamt einen positiven Eindruck von den verbauten Materialien, der Funktionalität und des im Prinzip keineswegs veralteten Äußeres - das allerdings bieder wirkt. Das Fahrzeug ist heute beliebter als zuvor. Seit 2007 haben sich einige technische Schwachstellen laut den Bewertungen der Besitzer gezeigt, sowie sind einige Elemente trotzdem veraltet, das soll die zweite Generation richten. Diese Generation II wurde bereits auf der IAA in Frankfurt am Main 2015 präsentiert. Die erste Generation kann aber die Gegner von modernstem Schnickschnack überzeugen, die Bedienung ist intuitiv, das Innendesign ist zurückhaltend und gut durchdacht. Alle Informationen sind gut lesbar und alles ist schnell verständlich. Dieses Fahrzeug ist eine gute Alternative zum Opel Mokka, Nissan Qashqai, Audi Q3 und Ford Kuga. Der VW Tiguan der ersten Generation ein gutes, ausgewogenes Fahrzeug - in seinem Fahrstil, in Design und Form.

(Foto: Volkswagen AG)

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